Im März 2025 haben wir unser AWD Model Y Premium bekommen, das sich als riesiger Sprung für Tesla gegenüber den Vorgängermodellen erwiesen hat. Und gegen Ende des Jahres haben wir endlich das RWD Model Y in die Hände bekommen, das im Oktober 2025 angekündigt wurde.

Dieses Auto wurde stark kritisiert, und viele Enthusiasten waren überzeugt, dass es angesichts aller Kosteneinsparungen, die Tesla bei der Produktion vorgenommen hat, sein Geld nicht wert ist. Wir haben ihm jedoch eine faire Chance gegeben und einen Reichweitentest über 100 km sowie einen Beschleunigungstest von 0-100 km/h durchgeführt. In diesem Artikel geben wir Ihnen unsere ehrliche Endbewertung dazu.

Wir haben außerdem einen Videotest vorbereitet, falls Sie das Auto in Aktion sehen möchten:



Grunddaten

Nachfolgend finden Sie die offiziellen Preise und Spezifikationen, die Tesla für das Model Y angibt, zusammen mit einem Vergleich zur AWD Premium-Version.

 

Basis:

Preis: €39,990

Nutzbare Batteriekapazität: 60 kWh

Puffer: 2.9 kWh*

Batterietyp: LFP

Reichweite: 534 km WLTP

Beschleunigung 0-100 km/h: 7.2 Sekunden

 

Premium:

Preis: €52,990

Nutzbare Batteriekapazität: 79 kWh

Puffer: 3.4 kWh*

Batterietyp: NMC

Reichweite: 600 km WLTP

Beschleunigung 0-100 km/h: 4.8 Sekunden

*Der Puffer ist in der Tesla-Oberfläche nicht sichtbar. Deshalb haben wir unsere S3XY App verwendet, die Daten aus dem Battery Management System (BMS) des Autos anzeigt, das von unserer Commander-Einheit gespeist wird. In unserem Fall bietet der Puffer rund ~25 km zusätzliche Reichweite.


Reichweitentest über 100 km

Der erste Test, den wir durchgeführt haben, diente dazu, die Effizienz des Basis-Model Y zu bestimmen und es mit dem Premium zu vergleichen. Also machten wir uns mit beiden Autos auf eine 100 km lange Fahrt (etwa 62 miles) und überwachten dabei sorgfältig den Energieverbrauch.


Ausgangsdaten

Basis:

Ladezustand (SoC): 86%

Verbleibende Kapazität: 55.9 kWh


Premium:

Ladezustand (SoC): 92%

Verbleibende Kapazität: 70.5 kWh

Während des Tests fuhren wir auf glatten Straßen und Autobahnen mit Geschwindigkeiten zwischen 80-100 km/h bei einer Außentemperatur von etwa 0℃. Nachdem wir unseren Roadtrip abgeschlossen hatten, sahen wir, dass das Basis-Modell 158 Wh/km verbrauchte und die Premium-Version bei 183 Wh/km lag.

 

Enddaten

Basis:

Ladezustand (SoC): 58%

Verbleibende Kapazität: 38.6 kWh

Gesamtverlust: -17.3 kWh


Premium:

Ladezustand (SoC): 65%

Verbleibende Kapazität: 50.9 kWh

Gesamtverlust: -19.6 kWh

Die endgültigen Ergebnisse zeigen klar, dass das Basis-Modell das effizientere der beiden ist, aber wenn es um die Reichweite geht, müssen wir auch die Größe des Akkupakets berücksichtigen. Obwohl die Premium-Version eine größere Kapazität hat, ist ihr Vorteil wegen des höheren Verbrauchs nicht besonders groß.


Beschleunigungstest

Außerdem wird dem Basis-Model Y oft seine eher bescheidene Beschleunigung vorgeworfen - 7.2 Sekunden von 0-100 km/h laut Tesla. Wir haben das getestet, indem wir das Auto sowohl im Chill Mode als auch im Standard Mode von 0-100 km/h beschleunigt haben, um zu sehen, wie groß der Unterschied der Beschleunigungseinstellungen tatsächlich ist. Die Ergebnisse haben uns überrascht.

Im Chill Mode beschleunigte das Auto von 0-100 km/h in 8.60 Sekunden.

Im Standard Mode absolvierte es den Sprint in 7.73 Sekunden.

Das ergibt einen Unterschied von weniger als einer Sekunde zwischen den beiden Beschleunigungsmodi, was interessant ist, da es bei den meisten Tesla-Modellen im Chill Mode doppelt so lange dauert, von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen.


Weitere Unterschiede

Es gibt einige Funktionen, auf die Tesla beim 2026 Model Y verzichtet hat, darunter:

- kein Rücksitzbildschirm

- keine Ambientebeleuchtung im Innenraum

- keine Sitzbelüftung

- keine Tasten für die Sitzverstellung

- keine Sitzheizung hinten

- keine Matrix-Scheinwerfer

- keine Einstellung des Lenkgewichts

- keine LED-Leisten - vorne & hinten

- kein Schiebedach

Außerdem sind das Fahrwerk und die Geräuschdämmung nicht so ausgereift wie beim Premium, aber beide stellen im Vergleich zu den Vorgängermodellen einen riesigen Fortschritt dar.

 

Fazit

Ist das Basis-Model Y also gut - und für wen ist es eigentlich gedacht?

Wir glauben, dass es trotz der Kritik, die es erhalten hat, immer noch ein sehr solides Fahrzeug ist - besonders in der EU. Der Preisunterschied ist erheblich: Das Basis-Modell kostet rund €10,000 weniger als die Premium-Version, während die Lücke in den USA nur etwa $5,000 beträgt.

Als zusätzlicher Bonus ist in der EU das Autopilot-Paket weiterhin enthalten.

Es eignet sich besonders für Fahrer, die meist allein unterwegs sind, und könnte auch darauf hindeuten, dass Tesla diese Variante mit Blick auf den zukünftigen Robotaxi-Einsatz positioniert.

Das endgültige Urteil? Für europäische Fahrer ist das Basis-Model Y auf jeden Fall eine Überlegung wert.

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Veröffentlicht: 04/02/2026

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